16.09.2019

Gemeinsame Forderung der Stadtschüler*innenräte Braunschweig und Wolfsburg sowie der Jugendringe aus Wolfsburg und Braunschweig:

Die regionale Schülerfahrkarte muss als Monatskarte umgesetzt werden. Eine Karte, die ausschließlich als Jahres-Abo zu beziehen ist, wird abgelehnt.

Hintergrund ist die Debatte im Zusammenhang mit dem Gutachten zur Einführung eines kostengünstigen Schülertickets auf regionaler Ebene, das am 04.09.2019 im Ausschuss für Regionalverkehr des Regionalverbandes Braunschweig vorgestellt wurde. Laut Informationsvorlage des Regionalverbandes wurden insgesamt 13 unterschiedliche Modelle untersucht. Darunter befanden sich sowohl Modelle als Monats-, Jahres- und Jahres-Abo-Karte. Bereits in der Vorlage des Regionalverbandes wurde deutlich, dass derzeit die Jahresfahrkarte für 365 € favorisiert wird. Einige Äußerungen von Fraktionsvertretern im Regionalverband gehen in eine ähnliche Richtung.

Für die Vertretungen der Schüler- und Jugendbelange steht fest, dass die regionale Schülerfahrkarte auf jeden Fall als Monatsfahrkarte eingeführt werden muss um Wirkung zu zeigen. „In Wolfsburg z.B. kostet eine Schülermonatsfahrkarte für das Stadtgebiet derzeit rund 50 €. Wer diese nur für die kalte Jahreszeit von November bis Februar benötigt, zahlt damit in der Summe etwas mehr als 200 €. Eine regionale Jahresfahrkarte für 365 € würde für diese Gruppe keinen Vorteil bringen“, erläutert Christopher Donath vom Stadtjugendring Wolfsburg.

„Auf den ersten Blick klingt es erst mal gar nicht so schlecht, wenn in der Zeitung steht, dass Schüler zukünftig vielleicht für 1 Euro pro Tag kreuz und quer durch die gesamte Region fahren können. Wenn dies jedoch nur möglich ist, wenn man auch für 365 Tage im Jahr diesen Preis bezahlt, fühlt man sich schon ein wenig im Stich gelassen“, sagt Hendrik Hübner vom Stadtschülerrat Braunschweig.

Wenn neben der sozialen Teilhabe auch ein ökologisches Umdenken verfolgt wird, muss ein Verkehrsmittelmix möglich sein, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Karte nicht angenommen wird. „Das System muss einfach und unkompliziert funktionieren“, ergänzt Donath.

Das Bündnis fordert die Fraktionen im Regionalverband entsprechend zu agieren und ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept zu beschließen.


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