Der Jugendhilfeausschuss (JHA) ist der politische Teil des Jugendamtes.
Der JHA befaßt sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe, insbesondere mit
- der Beratung von Problemlagen junger Menschen und Familien,
- Vorschlägen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe,
- der Jugendhilfeplanung,
- der Förderung der freien Jugendhilfe. (KJHG § 71, 2)
Folgt man diesen Gedanken, dann kann der Jugendhilfeausschuss auch als jugendpolitischer Fachausschuss in einer Kommune bezeichnet werden. In seinem Fokus stehen immer die Kinder und deren Familien, die in der Kommune leben.
Danach steht dem JHA eine Allkompetenz in Fragen der Jugendhilfe zu. Der JHA ist der einzige Ausschuss, in dem nicht nur Abgeordnete der im Rat vertretenen Parteien sitzen, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter der Jugendverbände. Im JHA wird seit 1954 echte Mitverantwortung gelebt, durch die Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger wurde die Erziehung entbürokratisiert.
Der JHA setzt sich zu 2/5 aus freien Trägern (Jugendverbände, Wohlfahrtsverbände, Religionsgemeinschaften, Vereine) und zu 3/5 aus Vertretern des Kommunalparlaments zusammen. (KJHG § 71, 1)
Der Deutsche Bundesjugendring hat in einem ausführlichen Positionspapier mit dem Titel „Für handlungsfähige Jugendämter und Jugendhilfeausschüsse“(1998) die Zweigliedrigkeit des Jugendamtes unterstrichen: Der zentrale Grund für die Beibehaltung (...) liegt in der Absicht, dem Recht der Kinder und Jugendlichen auf Entwicklung und Entfaltung so zu entsprechen, dass im Zusammenwirken von Politik und Verwaltung, sachkundigen Bürger/-innen und Vertreter/-innen der freien Jugendhilfe den Interessen junger Menschen und ihrer Familien stärker Nachdruck verliehen werden kann.
Der Stadtjugendring Wolfsburg e.V. ist mit zwei stimmberechtigten Mitgliedern im JHA vertreten und vertritt die Interessen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen in Wolfsburg.
Die Stimmen des Stadtjugendring Wolfsburg e.V. nehmen Benjamin Stern und Maileen Aust (DLRG) wahr, stellvertretende Mitglieder im JHA sind Jens Hortmeyer (Geschäftsführer STJR) und Carsten Mertelsmann (VCP).