Der Stadtjugendring Wolfsburg e.V. hat mit der folgenden Pressemitteilung auf die aktuelle Berichterstattung in den Wolfsburger Nachrichten zur Klage gegen die Edith Stein Kita Stellung bezogen.
Klage gegen Kinderlärm
Mit Befremden hat der Stadtjugendring die aktuelle Situation an der Edith Stein Kita zur Kenntnis genommen. Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Anwohnern und Kindern, insbesondere im Spielplatzumfeld. Durch die Anwohnerklagen werden Kinder in ihren Entfaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt, weiß die Jugendringvorsitzende Maileen Aust. Die Folge der in den vergangenen Jahren vermehrt auftretenden Klagesituation ist, dass Kinderspielplätze und Jugendtreffpunkte insbesondere in Neubaugebieten in Randgebiete verlegt werden. Dies ist aus unserer Sicht das falsche Zeichen und äußerst Kinderunfreundlich, so Aust. Dass es auch anders geht zeigt das Land Berlin. Dies hat die Duldung von Kinderlärm im Februar in die Landesgesetzgebung aufgenommen. Die Gesetzesinitiative in Berlin ist ein gutes Beispiel und sollte schnellstmöglich für das gesamte Bundesgebiet umgesetzt werden, meint Jens Hortmeyer vom Jugendring. Hier sind die Wolfsburger Volksvertreter in Bundes- und Landtag gefordert, damit die Rechte der Schwächsten in unserer Gesellschaft gestärkt und die juristische Beweislast umgekehrt wird. Durch die Berliner Gesetzgebung wird Kindern erstmals ein Recht eingeräumt sich auch Verbal entfalten zu können. Wir sehen darin keinen Freifahrtsschein für Krach und Randale, sondern die Grundlage für mehr Dialog anstelle von Anzeigen wegen Ruhestörungen, so Hortmeyer.