PM: Jugendarbeit im Blick behalten!


Die Stadt Wolfsburg muss weniger Geld ausgeben, das steht außer Frage. Der morgen im Jugendhilfeausschuss zur Beratung stehende Haushaltsentwurf hat es jedoch in sich. Während die Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und ASD nicht angefasst werden sollen, schlagen die Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit doppelt ein. Hier wurden in den vergangenen Jahren nicht wie in vielen anderen Bereichen der Stadt Wolfsburg Mittel aufgeschlagen. Vielmehr mussten immer mehr Aufgaben mit dem gleichen Geld umgesetzt werden.

Bereits in der letzten Kürzungsrunde 2005 gingen mit der KASCHPA und dem Jugendzentrum „Onkel MAX“ zwei Jugendeinrichtungen über den Jordan. Hier noch mit der Ankündigung, dass dafür ja das „Hallenbad – Zentrum junge Kultur“ einen Ausgleich bringt. Dass dieses heute im Schwerpunkt ein Kulturzentrum für Erwachsene ist, steht wohl außer Frage.

Mit einem Kürzungsvolumen von 400.000,-- Euro für die Jugendarbeit in Wolfsburg stehen die nächsten Einrichtungen vor dem Aus. Das Jugendzentrum Detmerode ist offen zur Schließung benannt. Aber auch für die anderen Einrichtungen bedeutet der Kürzungshaushalt einen massiven Eingriff in die Arbeit der Einrichtungen. Hier sollen nun freie Träger mit einem halbierten Budget einspringen. Eine Tendenz, die auch für andere Einrichtungen in Wolfsburg erkennbar ist. „Am Ende bleibt eine hübsch belegte Pizza, von deren hauchdünnen Teig keiner mehr satt wird“, meint Jens Hortmeyer vom Stadtjugendring.
„Jugendarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Präventionsarbeit in unserer Stadt. Hier finden insbesondere Jugendliche einen Anlaufpunkt, die nicht im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen. Gerade hier müssen wir Vorsorge tragen, damit am Ende die Kosten und der gesellschaftliche Bruch für die nachwachsenden Generationen nicht unbezahlbar werden“, so Hortmeyer.

 

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